Wie passt dieses Scharfenberg denn zu Tirda?

„Wenn Ihr mich fragt, dann passt Scharfenberg überhaupt nicht zu Tirda. Das hier ist auch eigentlich Schwarzenberg, müsst ihr wissen. Nur diese Fanatiker aus dem Norden konnten auf die Idee kommen eine Grafschaft einer Baronie zuzuschlagen und diese dannauch noch nach dem geringeren Titel zu benennen. Das haben wir alles nur dieser Schlampe Lea von Scharfenberg zu verdanken. Erst hat sie Graf Waldor den Verstandgeraubt und danach auch noch Ulrich, seinen Sohn, verdorben. Hat dem Jungen den Kopf mit der Religion dieser Fremden vollgestopft und jetzt denkt er, dass er einer von ihnen ist. Pah!“

„Aber nicht nur unseren Namen und unseren Grafen haben sie uns gestohlen. Nein, alles haben sie uns genommen. Als erstes nahmen sie mir meine Leibeigenen. Familien die dermeinen seit Generationen dienen. Jeden der sich ihrem Doppelkreuz unterwarf haben sie für frei erklärt. Und jetzt, jetzt darf ich nicht mal mehr über meine eigenen Knechte verfügen. Ich dürfte sie nicht mehr schlagen haben diese verdammten Priester mir erzählt. Danach nahmen sie uns unsere Traditionen. Wenn ich meinen Leibeigenen die Ehegestattet oder befohlen habe, dann gehörte die Braut für eine Nacht mir. So war das schon immer hier! Aber jetzt, jetzt heiraten sie nicht einmal mehr. Ich bin froh, dass mein Vaterdas nicht mehr erleben muss. Und zu guter letzt nahmen sie uns auch noch unsere Ehre. Ich darf keine Waffen tragen sagen sie. Ich darf keine Fehde führen sagen sie. Ich muss steuern zahlen sagen sie. Oder wie sie es ausdrücken, den Zehnt. Und das faule Gesindel, dass ich jetzt für die Feldarbeit die mir seit altersher zusteht entlohnen soll? Dassitzt herum und lebt wie die Fürsten. Mir würde nicht mehr zustehen als meinen Knechten sagen die Priester. Pah! So weit ist es mit uns gekommen. Die Bauern fressen das Brot der Herren und ich und die meinen müssen leben wie diese Hunde.“

„Unsere alten Priester haben sich nach Waldors Tod ganz schön von den Fremden über den Tisch ziehen lassen. Wenn Ihr mich fragt. Haben zu allem ja und ahmen gesagt, nur damit sie ihren Glauben und vor allem auch ihr Land behalten durften. Den Glauben haben die Tirdaner auch nicht angerührt. So ehrlich muss ich sein, aber das war auch nur wieder eine Falle dieser Teufel aus dem Norden. Denn ohne Bauern ist das Land wertlos.““Naja, jetzt wisst Ihr wie es hier steht. Und bald wird auch der letzte von uns Altgläubigen gestorben sein und dann, dann haben sie auch noch den Rest unseres Landes. Denn jeder der ohne direkten Erben stirbt, so wie ich, der vererbt all seinen Besitz direkt an ihre Kirche. Hoffentlich gibt es noch einen unserer alten Priester, wenn es soweit ist…“

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